Die Franz-von-Sales-Realschule ist eine Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart. In Obermarchtal praktiziert die Schule seit über 80 Jahren Pädagogik speziell für Mädchen. In Ehingen hat die Franz-von-Sales-Realschule in Kooperation mit dem Kolleg St. Josef eine Jungenrealschule eröffnet.

Unser pädagogisches Konzept ist der Marchtaler Plan.

Bitte nutzen Sie die Unterpunkte, um unsere Schule näher kennen zu lernen.

Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.

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Marchtaler Plan

Unser pädagogisches Konzept ist der Marchtaler Plan. Hierbei handelt es sich um den Bildungs- und Erziehungsplan für Katholische Freie Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Das wesentliche Ziel unseres Bildungsplanes besteht in der Erschließung der sozialen und beruflichen Verantwortung in Familie, Kirche und Gesellschaft

Er besteht aus 4 Bereichen:

Morgenkreis

Er eröffnet die Schulwoche und kennzeichnet den Wochenanfang als eine neue geschenkte Gabe und Aufgabe. Elemente des Morgenkreises sind Anschauung und Besinnung, hören und sehen lernen, vernehmen können und still werden. Sammlung und Konzentration führen zu sich selbst und zu Gott, schaffen eine für den Unterricht und den Umgang miteinander förderliche Atmosphäre, sie machen das Herz empfänglicher für den Glauben und die Werte und regen an zu Kreativität und Spontanität.

Die Inhalte des Morgenkreises umfassen beispielsweise biblische Erzählungen, religiöses Tun, die Feste des Kirchenjahres, ethische Fragen und Übungen zur Stille. Auch persönliches Betroffensein aus aktuellem Anlass kann hier zur Sprache kommen. In den oberen Klassen treten dann auch Reflexionen über Probleme aus dem Bereich der Fachwissenschaften, insbesonders transzendierende Fragestellungen in den Vordergrund, wodurch eine ganzheitliche Sicht der Wirklichkeit ermöglicht werden soll.

Vernetzter Unterricht

Der Vernetzte Unterricht überschreitet die herkömmliche Gliederung der Stoffe nach Fächern. Er stellt die Sachen, eben die zu behandelnden Inhalte, so dar, dass die ihnen innewohnenden Aspekte fächerübergreifend zum Tragen kommen und zu einer ganzheitlichen Größe vernetzt werden. Die relevanten fachlichen Gegenstände, ihre sachlichen Wechselbeziehungen, ihre theologische, ethische, soziale und personale Bedeutung und die Situation sowie die Belange des Heranwachsenden sind integrierte Seiten der zu behandelnden Unterrichtseinheiten.

Die dem Unterricht jeweils zugrunde liegende Sache, fachlich umschrieben und mit anderen wesentlichen Komponenten vernetzt, bildet die didaktische Basis der Unterrichtseinheiten.

Im Unterricht begegnen sich Schüler und Sache und treten zueinander in Beziehung. Wissen und Können, Leistung und Leistungswillen, Sinnfindung und Vermittlung des Glaubens entfalten und fördern die Anlagen und Fähigkeiten des jungen Menschen; sie dienen der Entwicklung seiner Persönlichkeit. Vernetzter Unterricht wendet sich immer an den ganzen Menschen.

Freie Stillarbeit

Dies sind Formen schulischen Arbeitens, die die Individualität des jungen Menschen in die Mitte des pädagogischen Bemühens stellen. Der Lehrer führt den Schüler mittels der vorbereiteten Umgebung an das Bildungsgut heran. Dabei wird dem Heranwachsenden die Wahl des Arbeitsthemas, der Medien und der Zusammenarbeit zugetraut. Die Schüler können ihrem eigenen Erkenntnisdrang folgen. Das Miteinander in der Arbeitsform übt soziales Verhalten ein. Eigenes Tun dient der Aktivierung des Geistes in der Persönlichkeitsbildung.

"Ein Sprichwort sagt, man lerne den rechten Gebrauch der Freiheit erst durch den Gebrauch der Freiheit selbst" (MM, 232).
So sind die freien Arbeitsformen ein unverzichtbares Feld zur Einübung des rechten Gebrauchs der Freiheit.

In der Unterstufe geschieht dies durch die bewährte Form der "Freien Stillarbeit", die auf den Erkenntnissen der Pädagogik von Maria Montessori gründet, die gemäß entwicklungspsychologischer Gegebenheiten fortzuschreiben ist.

In den höheren Klassen wandelt sich die Freie Stillarbeit zu den "Freien Studien". Sie führen den jungen Menschen zum eigenständigen, freien geistigen Arbeiten heran. Dies geschieht zunehmend durch Erarbeitung ausgewählter komplexer Themen. Damit zielen die "Freien Studien" in besonderer Weise auf die Verwirklichung der Erziehungs- und Bildungsziele der Realschule.

Fachunterricht

Die Fächer Mathematik, Sport und Fremdsprachen sowie andere nicht vernetzte oder nur teilweise vernetzte  Fächer werden als Fachunterricht erteilt. Mit zunehmendem Alter der Schüler gewinnen die je eigenen Methoden und Denkstrukturen der Fächer zunehmende Bedeutung. Der Fachunterricht erbringt einen Beitrag zur Ordnung des Ganzen und dient damit auch dem ganzheitlichen Erziehungsauftrag. In der spezifischen Sicht ist er sich aber auch seiner Grenzen bewusst.

Weitere Informationen

Schulträger

Unser Schulträger ist die Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

www.schulstiftung.de

Schulpastoral

In einer sich schnell ändernden Gesellschaft ist die schulpastorale Begleitung der Schülerinnen und Schüler wichtiger denn je. Schulpastoral lebt durch Kreativität und Abwechslung.

An der Franz-von-Sales-Realschule gibt es deshalb ein vielfältiges pastorales Angebot:

  • Kennenlerntage für Klasse 5:

Die Klassenlehrer gehen zwei Tage lang mit ihren Klassen nach Untermarchtal.

  • Besinnungstage:

Für die Schülerinnen der Klassenstufe 7 gibt es am Franz-von-Sales-Tag ein Besinnungsangebot zum Thema „Wer bin ich? – Stärkung der eigenen Persönlichkeit“.
Schülerinnen der Klassen 9 können an zweitägigen Besinnungstagen teilnehmen. Es stehen verschiedene Themen zur Auswahl. 
Schülerinnen der Klassen 10 können an einem Besinnungstag zum Thema „Ein Blick in die Zukunft“ teilnehmen.

  • Innehalten vor der Prüfung:

Die Prüflinge feiern vor den schriftlichen Prüfungen gemeinsam einen Wortgottesdienst.
Während der mündlichen Prüfungen ist eine Oase der Stille für die Prüflinge eingerichtet.

  • Erlebniswallfahrt:

Am vorletzten Schultag begeben sich alle Schülerinnen und Schüler der Franz-von-Sales-Realschule auf den Weg. An verschiedenen Stationen wird innegehalten. In Untermarchtal findet schließlich der Abschlussgottesdienst statt.

  • Schülerinnen im Einsatz (SIE):

Interessierte Schülerinnen haben die Möglichkeit, sich in verschiedenen sozialen Projekten zu engagieren. Genauere Infos erhalten die Teilnehmerinnen an einer Infoveranstaltung. Eingeladen sind die Klassen 9 und 10.

  • Gottesdienste:

In regelmäßigen Abständen finden über das ganze Schuljahr verteilt Gottesdienste statt.

Schulpatron

1567 wurde Franz von Sales in Savoyen, südlich des Genfer Sees, geboren. 1586/87 überwand er als Student in Paris eine schwere Glaubenskrise und fand zu einem positiven, lebensfrohen Gottes- und Weltbild. 1593 wurde er zum Priester geweiht und begann seine Missionstätigkeit im Chablais, dem nördlichen Teil von Savoyen, der von den Calvinern beherrscht wurde. 1602 wurde er Bischof von Genf, mit Sitz in Annecy. 1610 gründete er zusammen mit Johanna Franziska von Chantal den Orden der Heimsuchung Mariens. Am 28.12.1622 starb er in Lyon. 1665 wurde er heilig gesprochen, 1877 zum Kirchenlehrer erhoben und 1923 den Journalisten und Schriftstellern als Patron zur Seite gestellt.

Schulgeschichte

15.09.1920

Die Salesianerinnen vom Orden der Heimsuchung Mariae eröffnen eine Schule für „Höhere Töchter" mit Internat.

1920

Eröffnung einer Handelsschule

1924

Eröffnung einer Haushaltungsschule

18.07.1941

Die „Höhere Mädchenschule" wird aufgrund nationalsozialistischer Bestrebungen aufgehoben.

Im Okt. 1945

Es erfolgt die Wiedereröffnung der privaten Handelsschule und des Internats.

Eröffnung einer privaten Mädchen-Mittelschule

03.12.1949

Die Mittelschule erhält die staatliche Anerkennung.

Ab Schuljahr 1954/55

Aufnahme von externen Schülerinnen

Aus Mittelschulen werden Realschulen.

31.07.1977

Stilllegung der Handelsschule

01.02.1979

Der Mädchen-Realschule wird der Name „Franz von Sales" (Gründer des Ordens der Schwestern der Heimsuchung Mariae) verliehen.

31.07.1988

Aufgabe und Schließung des Internats

01.08.1992



13.09.2010

Der Orden der Heimsuchung Mariae übergibt die Trägerschaft ihrer Realschule an die Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Eröffnung der Jungenrealschule als Ganztagsschule mit Internatsangebot in Ehingen/Donau

Zahlen und Fakten

Unsere Schule beheimatet im Moment 481 Schülerinnen und 166 Schüler in 24 Klassen. 

Die Schülerinnen und Schüler werden zurzeit von 50 Lehrkräften, davon zwei Referendare unterrichtet.

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